Schreiben an EU-Abgeordnete

Unser Arbeitskreis hat ein Schreiben an EU- und CDU-Abgeordnete verfasst, mit dem wir auf die Folgen der falschen EU-Prioritätensetzung für die 70. Tagung der UN-Frauenrechtskommission aufmerksam machen. Unter dem Deckmantel der Frauenförderung werden hier Weichenstellungen vorgenommen, die den tatsächlichen Schutz von Frauen und Mädchen gefährden.

Im Rahmen der strategischen Prioritäten für die 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission betont die Europäische Union die ausdrückliche Einbeziehung von Trans-Frauen in alle frauenspezifischen Schutzbereiche (Europäisches Parlament, 2026). Diese Position wirft jedoch grundlegende Fragen hinsichtlich des ursprünglichen Schutzauftrags von Frauenschutzräumen auf.

Frauenhäuser und spezialisierte Beratungsstellen wurden als Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt eingerichtet, die statistisch überwiegend von Männern gegen Frauen ausgeübt wird. Ihr Schutzkonzept basiert daher auf einer sexbasierten Risikoanalyse. Für viele traumatisierte Frauen ist die klare Abwesenheit männlicher Personen ein wesentlicher Bestandteil ihres Sicherheitsgefühls. Die politische Forderung, transidenten Männern uneingeschränkt Zugang zu diesen Räumen zu gewähren, verschiebt die Grundlage vom biologischen Geschlecht hin zur Geschlechtsidentität. Damit entsteht ein Zielkonflikt: Der Anspruch auf umfassende Inklusion gefährdet den in langen Jahren erkämpften Schutz für Frauen. Frauenrechte zu stärken, bedeutet nicht, transidente Personen zu benachteiligen. Vielfalt bedeutet, die Wahl zu haben – das gilt auch für die Frauen, die exklusive Frauenräume in Anspruch nehmen wollen.

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